
KB Signaling liefert Zugsteuerungs-Upgrade für Fortescue in Australien
KB Signaling führt ein mehrjähriges Upgrade des Incremental Train Control System (ITCS) durch, das die Zugbewegungen im schwerlasttauglichen Eisenerzschienennetz von Fortescue in der Pilbara-Region von Western Australia steuert. Dies gab der Lieferant am 9. Juli 2026 bekannt.
Das Projekt ist bereits angelaufen und soll bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Dabei wird die veraltete VHLC®-Streckenhardware auf die ElectroLogIXS®-Plattform von KB Signaling migriert, die als Backbone für das ITCS dient. Der erste ElectroLogIXS-basierte ITCS-Server ging im Februar 2026 in Betrieb; die vollständige Plattformbereitstellung ist für Ende 2026 geplant. Nach Abschluss des Upgrades wird Fortescue in der Lage sein, Routen und Ziele ohne Unterbrechung des Zugbetriebs neu zu konfigurieren, und die Echtzeit-Zustandsüberwachung wird auf Hunderte von Kilometern abgelegener Wüstenstrecke ausgeweitet. Der konkrete Vertragswert wurde nicht offengelegt.
Die Zusammenarbeit zwischen KB Signaling und Fortescue reicht bis in die frühen 2010er-Jahre zurück, als das ITCS erstmals im privaten Schienennetz von Fortescue eingesetzt wurde – womit dieses Upgrade die Fortsetzung einer mehr als zehnjährigen Partnerschaft darstellt und keine neue Lieferantenbeziehung begründet.
Fortescue betreibt ein ausgedehntes Eisenerzschienennetz in der Pilbara-Region von Western Australia, das Bergwerke mit den Hafeneinrichtungen in Port Hedland verbindet. Der Schwerlastbetrieb in der Region umfasst typischerweise Züge mit mehr als 200 Waggons und einer Länge von über 2 km, was erhebliche Anforderungen an die Signal- und Steuerungsinfrastruktur stellt.
KB Signaling mit Sitz in Grain Valley, Missouri (USA), wurde nach der Übernahme des nordamerikanischen konventionellen Signalgeschäfts von Alstom im Jahr 2024 Teil der deutschen Knorr-Bremse Group. Das Unternehmen ist auf Zugsteuerungs- und Signalsysteme für den Güter- und Personenverkehr spezialisiert.

