
HSRA wählt sechs Konsortien für Hochgeschwindigkeitszüge und Tunnelbau auf der Strecke Sydney–Newcastle in die engere Auswahl
Australiens High Speed Rail Authority (HSRA) hat sechs internationale Konsortien in die engere Auswahl genommen, um die frühe Auftragnehmereinbindung (ECI) für die geplante 320 km/h schnelle Strecke Newcastle–Sydney zu starten – Australiens erstes Hochgeschwindigkeitsbahnprojekt.
Für das Paket Züge, Systeme & Systemintegration wählte die HSRA ein Joint Venture aus Alstom und UGL, eine unter dem Namen ARC Joint Venture auftretende Gruppe aus Siemens Mobility und Mott MacDonald sowie Hitachi Rail STS Australia aus. Die drei Konsortien werden Entwürfe für eine Flotte ausarbeiten, die die Reisezeit zwischen Sydney und Newcastle auf rund eine Stunde verkürzen soll.
Für den Tunnelbau und die Bauarbeiten im Gebietspaket 1 – den rund 35 km langen Zweirohrtunnelabschnitt zwischen Berowra und Ourimbah, der den geplanten Central-Coast-Bahnhof in Gosford umfasst – nahm die HSRA ein Joint Venture aus Acciona und John Holland, eine Advanced Alliance-Gruppe bestehend aus Gamuda, FCC und Samsung C&T sowie das GoFar-Joint-Venture aus CPB Contractors, Ferrovial und VINCI in die engere Auswahl.
Die am 19. August bekanntgegebenen Entscheidungen leiten einen wettbewerblichen ECI-Prozess ein, der darauf abzielt, Entwürfe, Kosten und Genehmigungen unter Einsatz bewährter Bahntechnik anstelle eines maßgeschneiderten Systems weiterzuentwickeln – und zwar vor einem staatlichen Beschluss darüber, ob mit dem Bau begonnen werden soll.
Die Auswahl folgt auf die frühere Beauftragung von Bechtel als Umsetzungspartner durch die HSRA sowie eines Konsortiums aus Keolis, SNCF und Certifer als Berater für Bau, Betrieb und Instandhaltung desselben Korridors.

