UIC Code 406 — Capacity (compression method)
Issuing body: UIC · Version: 2nd Edition (2013) · Published: 2013-06-01
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Scope
Definiert die UIC-Verdichtungsmethode zur Bewertung der Kapazität von Eisenbahninfrastruktur, bei der reale Fahrpläne verdichtet werden, um die Auslastung von Strecken und, seit der 2. Ausgabe, auch von Knoten zu messen. Sie gibt Infrastrukturbetreibern eine einheitliche, international vergleichbare Methodik zur Kapazitätsbewertung an die Hand, insbesondere auf Korridoren, die mehrere Netze durchqueren.
Der UIC-Kodex 406 definiert die UIC-Verdichtungsmethode zur Bewertung der Kapazität von Eisenbahninfrastruktur – eine Methodik, bei der reale, geplante Fahrpläne für eine bestimmte Strecke oder einen Knoten rechnerisch 'verdichtet' werden, das heißt, Züge werden zeitlich so eng zusammengerückt, wie es betrieblich und sicherheitstechnisch möglich ist, um die daraus resultierende Auslastungsrate als Indikator dafür zu ermitteln, wie viel freie Kapazität auf dieser Infrastruktur noch vorhanden ist. Seit der 2. Ausgabe wurde die Methode über einfache Streckenabschnitte hinaus erweitert und erfasst auch Knoten wie Weichenbereiche und Bahnhofsköpfe, wo Kapazitätsengpässe oft komplexer sind als auf einfachen zweigleisigen Streckenabschnitten. Sie gibt Infrastrukturbetreibern eine einheitliche, international vergleichbare Methodik zur Kapazitätsbewertung an die Hand, die besonders auf internationalen Korridoren wertvoll ist, die die Netze mehrerer Infrastrukturbetreiber durchqueren, da die jeweils eigene Kapazitätsbewertungsmethode jedes Betreibers andernfalls einen grenzüberschreitenden Vergleich erschweren würde. Kapazitätsplaner und Infrastrukturbetreiber wenden die Verdichtungsmethode an, um zu bewerten, ob zusätzliche Zugtrassen auf einer bestimmten Strecke untergebracht werden können, oder um Infrastrukturinvestitionen anhand nachgewiesener Kapazitätsengpässe zu begründen. Die aktuelle Ausgabe ist die 2. Ausgabe, veröffentlicht 2013.

