
Portugal schreibt Betriebsvertrag für Stadtbahn Porto im Wert von bis zu 690 Millionen Euro aus
Die portugiesische Regierung hat Metro do Porto ermächtigt, eine öffentliche Ausschreibung für den nächsten Betriebs- und Wartungsvertrag des Stadtbahnnetzes zu starten. Der Vertrag hat einen Wert von bis zu 690 Millionen Euro, wie Railway Gazette International am 6. August 2026 berichtete.
Die neue achtjährige Konzession beginnt im April 2027 und löst den Vertrag ab, den Barraqueiro hält, das das Netz seit April 2010 betreibt. Das Budget liegt rund 59 % höher als beim auslaufenden Vertrag, was sowohl auf die Kostenentwicklung als auch auf eine erhebliche Netzerweiterung während der Konzessionslaufzeit zurückzuführen ist. Der Vertrag wird nahezu vollständig aus eigenen Einnahmen von Metro do Porto finanziert; lediglich 17,5 Millionen Euro stammen aus nationalen Steuergeldern.
Zu den Erweiterungsmaßnahmen gehört die Linie G, die Casa da Música mit São Bento verbindet und bis Ende März 2027 eröffnet werden soll, sowie die 6,4 km lange Linie H, die Casa da Música bis Ende 2028 mit Santo Ovídio an der Linie D verknüpft – ein Projekt, das auch eine neue Brücke über den Fluss Douro umfasst.
Für Stadtbahn- und Trambetreiber zählt diese Ausschreibung zu den größeren europäischen Nahverkehrskonzessionen, die in diesem Jahr auf den Markt kommen, und verbindet ein etabliertes Netz mit einer fest geplanten kurzfristigen Erweiterung.

