
Oberbau des Hochgeschwindigkeitsbahnhofs Vadodara nimmt oberhalb von Bahnsteig 7 Gestalt an
Der Bau des Hochgeschwindigkeitsbahnhofs Vadodara hat seine abschließende Strukturphase erreicht: Die Deckenbetonierung auf Konzourse-, Gleis- und Bahnsteigebene ist abgeschlossen, und die Stahlmontage ist bereits im Gange. Das geht aus Projektmeldungen der indischen National High Speed Rail Corporation Limited (NHSRCL) hervor.
Der Bahnhof wird direkt über Bahnsteig Nr. 7 des bestehenden Vadodara Junction errichtet – ein Konzept der vertikalen Integration, das Fahrgästen ermöglichen soll, zwischen dem Hochgeschwindigkeitszug und den konventionellen Indian-Railways-Verbindungen zu wechseln, ohne den Bahnhofskomplex zu verlassen. Die Architektur ist vom Banyanbaum inspiriert, legt den Schwerpunkt auf natürliches Licht und freie Himmelsblicke und wird neben den Fahrgastbahnsteigen auch Wartebereiche, Stillräume sowie Einzelhandelsflächen umfassen.
Vadodara ist einer von 12 Bahnhöfen auf dem 508 km langen Hochgeschwindigkeitskorridor Mumbai-Ahmedabad, Indiens erstem Hochgeschwindigkeitsbahn-Projekt, das mit japanischer Shinkansen-Technologie und -Finanzierung realisiert wird. Eisenbahnminister Ashwini Vaishnaw hat erklärt, dass der 47 km lange Abschnitt Surat-Bilimora bis zum 15. August 2027 in Betrieb gehen soll – als erster Streckenabschnitt, dem die übrigen Abschnitte schrittweise folgen werden.
Das Projekt war über Jahre hinweg durch Verzögerungen bei der Landakquisition belastet, insbesondere in Maharashtra. Vaishnaw hat angekündigt, dass der gesamte Korridor Mumbai-Ahmedabad voraussichtlich bis 2029 in Betrieb sein wird, und den Gesamtfortschritt des Projekts mit nahezu 80 % beziffert. Der bauliche Fortschritt an einzelnen Bahnhöfen wie Vadodara zeigt jedoch, dass die Hochbauphase in Gujarat inzwischen weit vorangeschritten ist, wo die Landakquisition schneller verlief als im benachbarten Bundesstaat.

