
Siemens Mobility modernisiert das 32 km lange Signalsystem der Zillertalbahn in Österreich
Siemens Mobility hat einen Auftrag zur Modernisierung des Signalisierungs- und Zugsteuerungssystems auf der österreichischen Zillertalbahn erhalten, einer Schmalspurbahn mit 760 mm Spurweite (kleiner als die Normalspur von 1.435 mm), die als Touristikbahn auf einer Länge von 32 km zwischen Jenbach und Mayrhofen in Tirol verkehrt.
Die Modernisierung soll höhere Sicherheitsreserven, einen zuverlässigeren Betrieb sowie verbesserte Pünktlichkeit und Kapazität auf der Strecke bringen. Das funk- und satellitengestützte kontinuierliche Zugüberwachungssystem stellt eine digitale Aufrüstung gegenüber der bestehenden Infrastruktur dar. Der Betriebsstart des Systems ist für 2028 geplant.
Das Projekt umfasst digitale Signaltechnik, Stellwerke (Systeme, die widersprüchliche Zugbewegungen verhindern) sowie Steuerungstechnologien entlang der gesamten Streckenlänge. Siemens Mobility wird das funk- und satellitengestützte kontinuierliche Zugüberwachungssystem liefern, das Zugposition und -geschwindigkeit überwacht, ohne dass an jedem Standort streckenseitige Ausrüstung erforderlich ist.
Die Zillertalbahn wird als Schmalspurtouristikbahn in der österreichischen Region Tirol betrieben. Die Spurweite von 760 mm wird auf mehreren österreichischen Museums- und Touristikbahnen eingesetzt und erfordert spezialisierte Signallösungen, die sich von denen normalspuriger Netze unterscheiden. Kontinuierliche Zugüberwachungssysteme kombinieren GPS-Ortung mit Funkkommunikation, um eine Echtzeit-Übersicht über Zugbewegungen zu gewährleisten, und eignen sich besonders für ländliche Strecken, auf denen herkömmliche streckenseitige Signale kostspielig in der Installation und Wartung wären.

