
SEPTA kauft 24 Nahverkehrswagen aus Montreal für 8,58 Mio. USD
Philadelphias SEPTA hat eine Vereinbarung über 8,58 Mio. USD zum Kauf von 24 Nahverkehrswagen von exo, der regionalen Verkehrsbehörde Montréals, getroffen. Der Deal überführt die gebrauchten Wagen aus Kanada, um SEPTAs Flotte im Großraum Philadelphia zu erweitern.
Diese grenzüberschreitende Beschaffung verdeutlicht die angespannte Lage auf dem nordamerikanischen Markt für Personenschienenfahrzeuge. Angesichts begrenzter Neubaukapazitäten bei den großen Herstellern und langer Lieferzeiten greifen Verkehrsbetriebe zunehmend auf Gebrauchtkäufe zurück, um kurzfristigen Kapazitätsbedarf zu decken. Der Deal zeigt zudem, wie regionale Bahnbetreiber ihren Fuhrpark über den Lebenszyklus hinweg steuern, indem sie überschüssiges Material an andere Netze verkaufen.
Die 24 Wagen werden in SEPTAs bestehende Nahverkehrsflotte integriert, die auf 13 Linien vom Philadelphiaer Stadtzentrum aus betrieben wird. Die finanziellen Konditionen entsprechen etwa 357.500 USD pro Wagen, was dem Preisniveau für gebrauchtes Rollmaterial entspricht. SEPTA betreibt eines der größten Nahverkehrsnetze in den Vereinigten Staaten und bedient Vororte in Pennsylvania, New Jersey und Delaware.
Die Transaktion folgt auf die laufende Flottenmodernisierung von exo, da der Montréaler Nahverkehrsbetreiber ältere Fahrzeuge aussondert. SEPTAs Kauf erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörde mit Herausforderungen bei der Fahrgastzahlenerholung nach der Pandemie konfrontiert ist und gleichzeitig das Serviceniveau in ihrem 280-mile-Netz aufrechterhalten muss. Die Wagen müssen vor der Aufnahme des Fahrgastbetriebs behördlich genehmigt und so angepasst werden, dass sie den Standards der Federal Railroad Administration entsprechen.

