
California High-Speed Rail Authority plant Stationsverlegung ein, um 14 Mrd. Dollar und 14 km einzusparen
Die California High-Speed Rail Authority erwägt, Bahnhöfe von den Innenstädten Merceds und Bakersfields an periphere Standorte zu verlagern. Die Streckenkorrektur würde die Linie um etwa 9 Meilen verkürzen und geschätzte 14 Mrd. Dollar an Projektkosten einsparen.
Die vorgeschlagenen Stationsverlegungen sollen dem wachsenden Kostendruck auf das einzige aktive Hochgeschwindigkeits-Bahnbauprojekt des Landes begegnen. Die Verlagerung der Bahnhöfe aus dicht bebauten Stadtkernen an die Peripherie vermeidet Grundstückserwerbs- und Leitungsverlegungskosten in gewachsenen Geschäftsbezirken. Die Einsparung von 14 Mrd. Dollar entspricht etwa 12 % des aktuell veranschlagten Projektbudgets, wobei die Behörde noch nicht offengelegt hat, welche konkreten Kostenkategorien reduziert werden sollen. Die Streckenverkürzung um 9 Meilen betrifft den geplanten Trassenverlauf durch das Central Valley in Kalifornien, wo erste Bauabschnitte bereits im Gang sind.
Gemäß dem überarbeiteten Plan würde Bakersfield einen Bahnhof am Stadtrand und nicht mehr im Stadtzentrum erhalten. Merced ist von einer ähnlichen Verlegung betroffen. Lokale Amtsträger in Bakersfield haben Bedenken hinsichtlich einer eingeschränkten Anbindung an bestehende Verkehrsnetze und eines verminderten wirtschaftlichen Entwicklungspotenzials für das Stadtzentrum geäußert. Die Behörde hat weder eine endgültige Entscheidung noch einen Zeitplan für die Bestätigung der Streckenänderungen bekanntgegeben.
Das kalifornische Hochgeschwindigkeits-Bahnprojekt ist seit seiner Genehmigung durch die Wählerschaft im Jahr 2008 wiederholt mit Kostensteigerungen und Terminverzögerungen konfrontiert worden. Der erste 119 Meilen lange Bauabschnitt zwischen Merced und Bakersfield bleibt der Schwerpunkt der laufenden Arbeiten, wobei die Fertigstellungstermine noch geprüft werden. Periphere Bahnhofsstandorte sind in europäischen und asiatischen Hochgeschwindigkeitsnetzen verbreitet, wo Grundstückskosten oder bautechnische Komplexität eine Einführung in urbane Zentren finanziell unattraktiv machen – sie erfordern jedoch in der Regel ein leistungsfähiges Zubringerverkehrsnetz, um ausreichende Fahrgastzahlen zu sichern.

