
Konsortium aus Siemens Mobility, Stadler und DB besiegelt €15-Mrd.-Vertrag für Berliner S-Bahn-Züge
Ein Konsortium aus Siemens Mobility, Stadler und S-Bahn Berlin GmbH — einer Deutsche-Bahn-Tochter — hat Verträge zur Lieferung von Zügen und zum Betrieb von zwei Dritteln des Berliner S-Bahn-Netzes unterzeichnet, das die Stadtbahn und das Netz Nord-Süd umfasst. Die Berliner Ringbahn ist nicht Teil dieser Vergabe: Sie wurde 2015 separat an dasselbe Herstellerkonsortium vergeben, wobei der Betrieb von 2021 bis 2035 läuft.
Die Vergabe wurde am 8. Juli 2026 rechtskräftig, nachdem die Berliner Vergabekammer die Beschwerde des Mitbewerbers Alstom am 12. Juni abgelehnt hatte und Alstom am 26. Juni bestätigte, dass es den Fall vor Ablauf der Frist nicht vor das Kammergericht (Berlins Berufungsgericht) bringen würde. Die Verträge wurden kurz darauf unterzeichnet, und die Konsortialpartner sowie Berlins Verkehrssenator präsentierten das Geschäft Mitte Juli öffentlich.
Der Vertrag umfasst 350 neue viergliedrige, vollständig durchgehbare S-Bahn-Züge — insgesamt 1.400 Wagen — sowie 30 Jahre Wartung und 15 Jahre Betrieb im Stadtbahn- und Nord-Süd-Netz. Der Gesamtwert der kombinierten Beschaffungs-, Wartungs- und Betriebsverträge wird auf etwa €15 Mrd. geschätzt, eine der größten Verträge im öffentlichen Verkehr, die jemals in der Region Berlin-Brandenburg vergeben wurden. Die Züge sollen ab Anfang 2032 in Betrieb gehen, wobei die vollständige Flottenauslieferung bis 2038 geplant ist.
Die Partnerschaft baut auf einer Rahmenvereinbarung vom Dezember 2015 zwischen S-Bahn Berlin GmbH und dem Stadler-Pankow/Siemens-Konsortium für bis zu 1.380 Fahrzeuge auf, von denen eine erste feste Bestellung von 106 Einheiten — 85 viergliedrige Züge der Baureihe 484 und 21 zweigliedrige Züge der Baureihe 483 — zu dieser Zeit für das Ringbahn-Netz platziert wurde, getrennt von der Stadtbahn/Nord-Süd-Flotte, die jetzt unter Vertrag ist.

