
Hellenic Train und Alstom unterzeichnen Vertrag über 420 Mio. € für 23 Elektrozüge in Griechenland
Griechenlands Hellenic Train und das französische Unternehmen Alstom haben einen Vertrag über 23 neue Elektrozüge im Wert von 420 Mio. € unterzeichnet, mit geplanten Lieferungen bis 2027.
Der Auftrag zielt auf den Korridor Athen–Thessaloniki ab, auf dem Hellenic Train die Fahrgastzahlen bis 2027 durch kürzere Reisezeiten und modernisiertes Rollmaterial verdoppeln will. Zwei der neuen Intercity-Züge sind bereits eingetroffen und sollen demnächst auf der Strecke in Betrieb gehen. Der Vertrag enthält strengere Anforderungen an Leistung, Sicherheit und Verantwortlichkeit, nachdem es vor drei Jahren zu einem tödlichen Unfall gekommen war.
Die Flotte von 23 Fahrzeugen ist Teil eines umfassenderen Programms für Infrastruktur und Rollmaterial. Die Vereinbarung wurde am 7. Juli 2026 unterzeichnet und verpflichtet den Betreiber zur Implementierung verbesserter Sicherheitssysteme auf der gesamten Linie Athen–Thessaloniki. Alle Züge werden als elektrische Triebzüge (EMU – Triebzüge mit verteilten Fahrmotoren unter den Fahrgastwagen) ausgeführt und älteres Fahrzeugmaterial auf Griechenlands meistbefahrener Fernverkehrsstrecke ersetzen.
Dem Auftrag ging eine vollständige Überarbeitung des Betriebsvertrags zwischen der griechischen Regierung und Hellenic Train nach dem Unfall von 2023 voraus, der eine Überprüfung der Sicherheitsprotokolle, Wartungsstandards und Beschaffungsbedingungen ausgelöst hatte. Die Investition von 420 Mio. € umfasst sowohl die Lieferung der Züge als auch die damit verbundenen technischen Aufrüstungen, die erforderlich sind, um die neue Flotte auf der 500 km langen Strecke zwischen der Hauptstadt und Griechenlands zweitgrößter Stadt zu betreiben.

