
Deutschlands Omio Group einigt sich auf Übernahme von Rail Europe
Die deutsche Omio Group hat sich auf die Übernahme von Rail Europe, der in Paris ansässigen Plattform für den Vertrieb von Bahntickets, geeinigt. Mit den rund 5 Millionen Tickets, die Rail Europe jährlich verkauft, soll die kombinierte Omio Group voraussichtlich etwa 22 Millionen Bahntickets pro Jahr absetzen. Die Transaktion ist als vollständige Übernahme strukturiert und nicht als Kauf einer einzelnen Marke oder Geschäftseinheit; finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.
Rail Europe wird weiterhin unter seiner eigenen Marke als eigenständige Einheit innerhalb von Omio operieren und dabei sein Netzwerk von mehr als 25.000 Reisebüropartnern in über 70 Ländern sowie seine Direktkunden bedienen, wobei die Buchungstechnologie von Omio übernommen wird. Der Abschluss des Deals erfordert zunächst eine Konsultation mit dem französischen Comite Social et Economique von Rail Europe, dem nach französischem Arbeitsrecht vorgeschriebenen Betriebsrat; Branchenmedien berichten von einem erwarteten Abschluss um September 2026. Die Transaktion wurde erstmals am 16. Juli 2026 von Skift als Exklusivmeldung veröffentlicht, bevor sie am darauffolgenden Tag breiter in der Fachpresse aufgegriffen wurde.
Verkäufer sind die Private-Equity-Gesellschaft Hivest Capital Partners und Bpifrance, die – gemeinsam mit dem Managementteam von Rail Europe – das Unternehmen am 9. März 2022 von SNCF Voyageurs und SBB übernommen hatten und es damit aus dem Eigentum von Eisenbahnbetreibern in unabhängiges Private-Equity-Eigentum überführten. Rail Europe befindet sich derzeit nicht im Besitz von SNCF. Das Unternehmen blickt auf eine mehr als 90-jährige Geschichte im Bahnvertrieb zurück – eine Geschichte, die länger ist, als die jüngsten Eigentümerwechsel vermuten lassen, wenngleich die genaue Abfolge der Markenwechsel nicht unabhängig bestätigt werden konnte. Omio wurde 2013 in Berlin als GoEuro gegründet und 2019 in Omio umbenannt; die multimodale Buchungsplattform umfasst Bahn-, Flug-, Bus- und Fährreisen und schließt bereits die Einheit Omio B2B sowie die Reiseplanungsseite Rome2rio ein. Der Deal hält die beiden Marken am Point of Sale getrennt, anstatt sie zu einem einzigen Storefront zusammenzuführen.
„Dieser Deal markiert einen transformativen Moment für die Zukunft des globalen Landtransports", sagte Jean-Francois Bessiron, Chief B2B Officer der Omio Group. Bjorn Bender, CEO und Executive Chairman von Rail Europe, bezeichnete den Zusammenschluss als „natürliche Ergänzung

