
Deutschland: Deutsche Bahn verschiebt Eröffnung von Stuttgart 21 auf 2033 und meldet Mehrkosten von 3 Milliarden Euro
Deutsche Bahn hat den Inbetriebnahmeplan für das Bahnknotenprojekt Stuttgart 21 grundlegend überarbeitet. Wie das Unternehmen am 26. Juni bekanntgab, verschiebt sich die vollständige Fertigstellung auf 2033, und die Projektkosten erhöhen sich um rund 3 Milliarden Euro.
Eine interne Überprüfung ergab erhebliche Projektmängel sowie gravierende Defizite in Planung, Steuerung und Risikomanagement. Das ursprünglich angestrebte Fertigstellungsziel Ende 2026 sei aus heutiger Sicht nicht erreichbar gewesen. Die neuen Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 14,5 Milliarden Euro.
Gemäß dem überarbeiteten Stufenplan erfolgt die Inbetriebnahme in mehreren Abschnitten zwischen 2027 und 2033. Der neue Hauptbahnhof soll im Dezember 2031 als Durchgangsbahnhof in Betrieb gehen, die vollständige Fertigstellung des Knotens ist für Dezember 2033 vorgesehen.
Deutsche Bahn erklärte, die Projektleitung neu aufgestellt und die Risikomanagementprozesse überarbeitet zu haben. Als Inbetriebnahmeorganisation wurde die DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH benannt, verbunden mit neuen Eskalationsverfahren für kritische Fragestellungen.
Stuttgart 21 ist eines der größten und umstrittensten Schieneninfrastrukturprojekte Deutschlands. Es sieht die Umwandlung des Stuttgarter Kopfbahnhofs in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof vor.

