
Deutsche Bahn eröffnet 38.000 m² großes Containerdepot in Ulm-Dornstadt
Deutsche Bahn hat am Standort Ulm-Dornstadt in Baden-Württemberg ein neues Containerdepot mit einer Fläche von 38.000 Quadratmetern in Betrieb genommen.
Die Anlage erweitert die intermodale Güterverkehrsinfrastruktur von DB in Süddeutschland, indem sie dedizierte Kapazitäten für den Containerumschlag zwischen Schiene und Straße bereitstellt. Das Depot stärkt die logistische Verbindung zwischen Schiene und Straße in einer Region, in der das kombinierte Transportaufkommen von einem effizienten Terminalumschlag abhängt. Ulm-Dornstadt liegt an strategischen Güterverkehrskorridoren, die das Industrie- und Wirtschaftszentrum Rhein-Main mit Bayern und Österreich verbinden, wodurch die Terminalkapazität einen wesentlichen Faktor für das Durchsatzwachstum darstellt.
Das Depot übernimmt das Be- und Entladen von Containern sowie deren vorübergehende Lagerung für den Weitertransport per Schiene oder Lkw. DB hat den Standort für den intermodalen Güterverkehr konzipiert und ermöglicht es Verladern, straßenseitig angelieferte Container auf Schienenverkehre zu konsolidieren oder schienenseitig angekommene Einheiten per Lkw an ihre Endziele zu verteilen. Die Anlage umfasst eine Fläche von rund 5 Fußballfeldern und erlaubt die gleichzeitige Abfertigung mehrerer Züge und Straßenfahrzeuge.
Der deutsche Schienengüterverkehrssektor hat die intermodale Expansion als Priorität gesetzt, da politische Weichenstellungen und Ziele zur CO₂-Reduzierung den Modaltransfer von der Straße auf die Schiene fördern. DB Cargo, die Güterverkehrssparte des Unternehmens, stützt sich auf ein Netz regionaler Depots, um mit dem Straßengüterverkehr bei den Tür-zu-Tür-Laufzeiten konkurrenzfähig zu bleiben. Die Eröffnung in Ulm-Dornstadt folgt auf vergleichbare Depotaufwertungen in Frankfurt, Hamburg und Nürnberg in den vergangenen 3 Jahren, die jeweils auf die Beseitigung von Engpässen bei der Containerstandzeit und den Lkw-Abfertigungszeiten abzielten. Baden-Württemberg hat einen Anteil von rund 15 Prozent am deutschen Schienengüterverkehrsaufkommen, wobei Exporte aus der Automobil- und Maschinenbauindustrie die größten Warengruppen bilden.

