
Amtrak wiedereröffnet East River Tunnel Linie 2 und schließt erste Phase der 1,6-Mrd.-Dollar-Sanierung ab
Amtrak hat Linie 2 des East River Tunnel wiedereröffnet und damit die erste Phase eines 1,6-Milliarden-Dollar-Sanierungsprojekts abgeschlossen. Die Arbeiten wurden notwendig, nachdem Superstorm Sandy den 1910 eröffneten, über hundert Jahre alten Tunnel im Jahr 2012 mit rund 14 Millionen Gallonen Meerwasser geflutet hatte.
Zwei der vier Röhren des Tunnels wurden durch die Salzwasserkorrosion infolge des Sturms beschädigt. Linie 2 wurde im Mai 2025 vollständig gesperrt, damit die Bautrupps sie bis auf die Betonauskleidung zurückbauen und Gleis, Stromversorgung, Kommunikation, Entwässerung und Tragkonstruktion von Grund auf neu aufbauen konnten – ergänzt durch verwandte Arbeiten in der Nähe von Long Island City. Nach rund 13 Monaten Bauzeit kehrte die Linie am 17. August in den Betrieb zurück.
Die Finanzierung des Projekts wurde von mehreren Partnern getragen, wobei ein im Jahr 2023 im Rahmen des Infrastructure Investment and Jobs Act bewilligter Bundeszuschuss von 1,26 Milliarden Dollar den Kern bildete. Ergänzend dazu leisteten die Metropolitan Transportation Authority bis zu 432 Millionen Dollar, NJ Transit 85 Millionen Dollar und Amtrak selbst 55,5 Millionen Dollar – ein Spiegelbild der Bedeutung des Tunnels als gemeinsam genutzter Northeast-Corridor-Infrastruktur, die täglich von rund 450 Zügen befahren wird.
Das Augenmerk richtet sich nun auf Linie 1, die zweite der beiden durch Sandy beschädigten Röhren. Die Sanierungsarbeiten sollen voraussichtlich im Herbst beginnen und bis Ende 2027 andauern. Bis dahin bleibt die Kapazität durch den Tunnel eingeschränkt, und weitere Anpassungen im Betrieb sind möglich, wenn die Arbeiten voranschreiten.

