
Tel Aviv Metro schreibt Ausschreibung über 10 Milliarden Dollar für führerloses Zugsystem aus
Israels Verkehrsbehörde NTA hat die Präqualifikation für ein Auftragspaket im Wert von 10 Milliarden Dollar eröffnet, das Züge, Signaltechnik und Stationssysteme für die Tel Aviv Metro umfasst – ein bedeutender Schritt hin zum Aufbau des führerlosen Netzes.
Das Ausschreibungspaket, bekannt als Infra II, umfasst Fahrzeuge, Bahn- und Stationssysteme, Systemintegration sowie den Netzbetrieb für eine Metro, die auf dem Automatisierungsgrad GoA 4 betrieben werden soll – der höchsten Stufe der Bahnautomatisierung, bei der die Züge vollständig ohne Triebfahrzeugführer fahren. Das übergeordnete Tel Aviv Metro-Projekt umfasst drei miteinander verbundene Linien mit einer Gesamtlänge von rund 150km und 109 unterirdischen Stationen. Unabhängige Presseberichte schätzen den Gesamtprojektwert auf 41 bis 50 Milliarden Dollar, während Railway-News die Zahl auf bis zu 60 Milliarden Dollar beziffert.
Bieter müssen Konsortien aus internationalen und israelischen Unternehmen bilden und angesichts des Umfangs und der Kritikalität des automatisierten Systems Anforderungen an Cybersicherheit und Informationssicherheit erfüllen. Die NTA plant, die einzelnen Ausschreibungen ab Ende 2026 bis ins Jahr 2027 schrittweise zu veröffentlichen, wobei das abschließende Paket möglicherweise Anfang 2028 folgen wird.
Für Anbieter von Fahrzeugen, Signaltechnik und Automatisierungstechnologie stellt die Ausschreibung eine der größten derzeit am Markt verfügbaren Beschaffungsmöglichkeiten für führerlose Metros dar und gilt als Gradmesser für die Verbreitung von GoA 4 außerhalb etablierter Märkte wie Paris, Singapur und Kopenhagen.

