
Baltic Hub unterzeichnet 30-jährigen Pachtvertrag für neue Bahnanlage zur Abfertigung von 750-Meter-Güterzügen in Gdańsk
Die Hafenbehörde des Hafens Gdańsk hat einen 30-jährigen Pachtvertrag mit Baltic Hub Container Terminal über ein rund 27 Hektar großes Gelände neben Baltic Hubs bestehendem T2-Tiefwasserterminal unterzeichnet. Damit wurde eine Vereinbarung besiegelt, die erstmals im Rahmen einer vorläufigen Ausschreibungsgewinner-Vereinbarung getroffen worden war, die die Hafenbehörde im Januar 2026 bekanntgegeben hatte. RailFreight.com, Container News und Splash247 berichteten darüber am 4.–5. August 2026.
Das Gelände wird zum zweiten Bahnterminal von Baltic Hub ausgebaut und soll ein neues Abstellgleis erhalten, das für die Abfertigung von 750-Meter-langen Güterzügen geeignet ist, ergänzt durch zusätzliche Containerlagerplätze und neue Umschlaggeräte. Die Entwicklung erfolgt in Phasen; die bestehende Schienenanbindung und die räumliche Nähe zum T2 wurden von der Hafenbehörde als wesentliche Gründe für die Wahl dieses Standorts gegenüber alternativen Flächen genannt.
Die Erweiterung ist darauf ausgelegt, den Anteil des Containerverkehrs, der den Hafen auf dem Schienenweg statt auf der Straße erreicht oder verlässt, zu erhöhen. Damit soll Gdańsks Stellung als Drehscheibe für den baltischen und mitteleuropäischen Handel gestärkt und der breiteren Bemühung Rechnung getragen werden, Frachtvolumen von der Straße auf die Schiene zu verlagern, um die Emissionen in den Lieferketten zu senken.
Für Schienengüterverkehrsunternehmen und Logistikdienstleister schafft das Projekt nennenswerte intermodale Kapazitäten an einem der am schnellsten wachsenden Containerhäfen der Ostsee und baut auf früher bereits eingeleiteten Gleis- und Zugangsverbesserungen rund um den Hafen Gdańsk auf.

