
Italien stellt 591,6 Mrd. Euro für acht Straßen- und Schienenprojekte bereit, darunter Strecken in der Lombardei
Italien hat 591,6 Mio. Euro bereitgestellt, um die Finanzierung von acht Straßen- und Schieneninfrastrukturprojekten abzuschließen, darunter Vorhaben in der norditalienischen Region Lombardei.
Das Finanzierungspaket deckt den verbleibenden Kapitalbedarf für die acht Projekte, die sowohl Autobahn- als auch Eisenbahninfrastrukturarbeiten umfassen. Die Zuweisung wurde am 28. Juni 2026 bekanntgegeben, jedoch hat die Regierung weder die Aufteilung zwischen Schienen- und Straßenprojekten noch den Zeitplan für die Fertigstellung offengelegt.
Die Lombardei, Italiens bevölkerungsreichste Region und Heimat von Mailand, betreibt eines der dichtesten Pendlerschienennetze Europas. Die Region hat in den vergangenen Jahren Infrastrukturausbauten vorangetrieben, um die Kapazitäten auf den Vorortkorridoren im Großraum Mailand zu erhöhen. Allerdings gibt die Regierungsmitteilung nicht an, welche Schienenprojekte in der Lombardei in das Paket über 591,6 Mio. Euro einbezogen sind.
Die Mittel stellen eine abschließende Finanzierungstranche dar und keine Erstfinanzierung, was darauf hindeutet, dass die acht Vorhaben bereits in der Entwicklung waren und über Teilbudgets verfügten. Die italienischen Infrastrukturinvestitionen haben im Rahmen der Wiederaufbauprogramme der Europäischen Union an Fahrt gewonnen, wobei die Modernisierung des Schienennetzes ein zentrales Element der nationalen Verkehrsstrategie bildet. Das Schienennetz der Lombardei befördert täglich über 800.000 Fahrgäste im Regional- und Vorortverkehr, der hauptsächlich von Trenord betrieben wird – dem Gemeinschaftsunternehmen von Trenitalia und FNM.

