
Erste Stadler-Hochkapazitätszüge nehmen Betrieb im Madrider Cercanías-Netz auf
Die ersten von Stadler gebauten Hochkapazitätszüge haben auf dem Madrider Cercanías-Netz den kommerziellen Betrieb aufgenommen. Die ersten beiden Einheiten – ein 100 m langer T100 und ein 200 m langer T200 – begannen am 24. August nach Homologation, kommerziellen Simulationen und monatelangen Tests den Fahrgastbetrieb auf der Linie C-7. Eine dritte Einheit folgte am 31. August.
Die Züge sind die ersten von 79 Einheiten, die Renfe bei Stadler im Rahmen eines Vertrags im Wert von mehr als 1.306 Millionen € bestellt hat. Sie sollen schrittweise in das Madrider S-Bahn-Netz eingeführt werden: Siebzehn Einheiten – neun T100 und acht T200 – sollen bis Ende 2026 in Betrieb sein, wobei die Lieferungen in den Folgejahren fortgesetzt werden.
Renfe zufolge bietet die neue Flotte rund 20 % mehr Kapazität als die Züge, die sie auf einem Netz ersetzt, das täglich rund 730.000 Fahrgäste befördert. Die Einheiten verfügen über niveaugleichen Einstieg durch Niederflurwagen, Reservierplätze für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität, Multifunktionsbereiche für Fahrräder, Kinderwagen und Gepäck, WLAN, USB- und 220-V-Steckdosen, Fahrgastinformationen in Echtzeit sowie eine vollständige CCTV-Abdeckung.
Die Einführung ist ein Meilenstein bei einer der größten Erneuerungen des Nahverkehrs-Rollmaterials in Spanien, die darauf abzielt, die Überfüllung auf den meistgenutzten Linien Madrids zu verringern – nach jahrelanger Kritik an der veralteten Cercanías-Flotte und deren Zuverlässigkeit. Weitere Stadler-Hochkapazitätszüge aus demselben Programm sind in späteren Phasen auch für andere spanische Nahverkehrsnetze vorgesehen.

