
Alstom gewinnt Auftrag über €800 Mio. für Rollmaterial in der AMECA-Region
Das französische Unternehmen Alstom hat einen eigenständigen Lokomotiven-Auftrag im Wert von etwa €800 Mio. in der AMECA-Region gewonnen, wie das Unternehmen am 2. Juli 2026 bekannt gab. Der Auftraggeber wurde nicht offengelegt. Der Auftrag wurde in Alstoms Q1 GJ2026/27 (das am 1. April 2026 beginnende Quartal) verbucht und war in der Q1-Aide-mémoire des Unternehmens neben einem separaten, nicht damit verbundenen Auftrag im Umfang von etwa €300 Mio. für Egypt ENR aufgelistet.
Der Auftrag stärkt Alstoms Präsenz in der AMECA-Region (Afrika, Nahost und Zentralasien), wo der französische Hersteller Wachstum sowohl bei neuen Systemen als auch bei Flottenmodernisierungen angestrebt hat. Der Auftrag bezieht sich auf Lokomotiven; Alstom hat nicht offengelegt, welches Land, welcher Betreiber oder welcher spezifische Lokomotiven-Typ erfasst ist.
Alstoms Mitteilung bestätigte die Ausschreibung als Lokomotiven-Auftrag, lieferte jedoch keine Angaben zu Flottenumfang, Fahrzeugkonfiguration, Lieferzeitplan oder technischen Spezifikationen. Die Bezeichnung AMECA umfasst ein vielfältiges geografisches Gebiet, darunter Nordafrika, die Golfstaaten und Zentralasiatische Republiken, jede mit unterschiedlichen Spurweiten-, Elektrifizierungs- und Betriebsanforderungen.
Alstom hat in den letzten Jahren U-Bahn-, Vororts- und Fernverkehrsflotten an Betreiber in Ägypten, Saudi-Arabien, Marokko und Katar geliefert und war neben Signalisierungsupgrades in Legacy-Netzwerken tätig.
Das Unternehmen gab den Auftrag am 2. Juli 2026 bekannt und fügte ihn zu einem Auftragsbestand hinzu, der zum 31. März 2026 einen Rekordwert von €104,4 Mrd. erreichte, ein Anstieg von 10% Jahr-für-Jahr. Alstom betreibt Fertigungsstätten in Ägypten und Südafrika in der AMECA-Region sowie ein Service-Netzwerk im Nahost. Das Unternehmen hat nicht angegeben, ob der neue Auftrag in regionalen Einrichtungen oder in europäischen Werken erfüllt wird.

